15.07.25

Erfolgreiche Duke Award Expeditionen auf der Bronze-Stufe im Odenwald

Drei Gruppen, 18 Teilnehmende und ein Abenteuer voller Entdeckungen

Die ersten Duke Award Expeditionen auf der Bronze-Stufe boten 18 engagierten Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Grenzen zu testen, neue Erfahrungen zu sammeln und beeindruckende Leistungen als Team zu vollbringen. In insgesamt drei Gruppen aufgeteilt, brachen sie zu einer zweitägigen Wanderung durch die malerische Landschaft des Odenwaldes bei Neckargerach auf. Die Expeditionen waren geprägt von Teamgeist, Selbsterfahrung und dem bewussten Erleben der Natur.

Vorbereitung und Motivation

Die Vorbereitungen für die Expeditionen begannen viele Wochen zuvor. Jede der drei Gruppen war gefordert, eine eigene Route zu planen, die sowohl die Anforderungen des Duke Award Programms erfüllte als auch genügend Raum für die selbst gewählte Teamaufgabe ließ. Bereits in dieser Phase zeigte sich der ausgeprägte Teamgeist der Teilnehmenden – es wurde gemeinsam recherchiert, diskutiert, abgewogen und schließlich ein Plan erstellt, der alle notwendigen Stationen, Pausen sowie Verpflegungs- und Übernachtungsplätze berücksichtigte.

Die Motivation war in allen Gruppen spürbar hoch, denn die Expedition bot nicht nur die Möglichkeit, sich in der Natur zu bewegen, sondern auch, gemeinsam als Gruppe zu wachsen und neue Kompetenzen zu erwerben. Die Leitfrage, die sich alle stellten: „Können wir es schaffen, unter realen Bedingungen alle Aufgaben zu meistern und am Ende als Bronze-Award-Träger*innen stolz nach Hause zurückzukehren?“

Die Wanderung: Zwei Tage voller Herausforderungen und Erlebnisse

Die Routen führten die Gruppen durch dichte Wälder, entlang von Bächen und über sanfte Hügel. Jeden Tag waren die Teilnehmenden etwa sechs bis sieben Stunden zu Fuß unterwegs. Dabei galt es nicht nur, die geplanten Streckenabschnitte zu bewältigen, sondern sich immer wieder auf die gemeinsam gewählte Teamaufgabe zu konzentrieren. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen – mal Sonnenschein, mal wolkenverhangener Himmel – verloren die Gruppen nie ihre Motivation und ihren Humor.

Teamaufgaben: Natur, Achtsamkeit und Forschung

Ein besonderer Fokus lag auf den Teamaufgaben, die jede Gruppe für sich selbst festgelegt hatte. Die Bandbreite reichte vom wissenschaftlich orientierten Beobachten des Waldzustands entlang der Strecke über das Sammeln und Dokumentieren von Naturphänomenen bis hin zu Übungen rund um Achtsamkeit und Selbstreflexion.

Eine Gruppe widmete sich beispielsweise der Frage, wie es um den Zustand des Waldes steht: Sie untersuchten die Beschaffenheit des Bodens, achteten auf abgestorbene oder kranke Bäume und dokumentierten die Vielfalt der Pflanzen. Eine andere Gruppe konzentrierte sich darauf, den eigenen Gedankenfluss durch gezielte Achtsamkeitsübungen in verschiedenen Landschaftsabschnitten bewusst wahrzunehmen. Sie schafften es, durch Meditation, bewusstes Gehen und den Austausch im Team, Momente der inneren Ruhe und Selbstbegegnung zu erleben – ein wertvoller Beitrag für das eigene Wohlbefinden und das Miteinander.

Leben in der Natur: Übernachtung und Verpflegung

Übernachtet wurde in 2er- und 3er-Zelten auf einer idyllischen Waldlichtung. Auch wenn der Komfort mit einem einfachen Plumpsklo und fließendem Wasser eher bescheiden war, tat dies der Stimmung keinen Abbruch – im Gegenteil: Die besondere Atmosphäre und das Gefühl, den Abend inmitten der Natur zu verbringen, stärkten den Zusammenhalt der Gruppen. Der nächtliche Sternenhimmel, das leise Rauschen der Bäume und die Geräusche des Waldes sorgten für ein ganz eigenes Abenteuergefühl.

Zur Verpflegung gehörte das eigenständige Zubereiten vollwertiger Mahlzeiten auf dem Gaskocher. Jede Gruppe plante und organisierte ihre Kochvorhaben eigenständig, sodass am Ende nicht nur der Hunger gestillt, sondern auch das Kochen in der freien Natur zu einem Gemeinschaftserlebnis wurde. Der fachgerechte Umgang mit der Trekking-Ausrüstung – vom Zeltaufbau bis zur Handhabung des Kochers – wurde erfolgreich unter Beweis gestellt.

Begleitung und Bewertung durch Gutachtende

Während der gesamten Expedition wurden die Gruppen von den Gutachtenden Frau Mamodaly, Frau Emmerich und Herrn Zischka begleitet. Äußerst zurückhaltend und meist ungesehen beobachteten sie das Geschehen, griffen nicht ein, sondern schätzten die Entwicklung und das Zusammenspiel in den Teams aus der Distanz ein. Das Ziel war es, die Selbständigkeit und Eigeninitiative der Teilnehmenden zu fördern. Die Gutachtenden machten sich Notizen zu verschiedensten Aspekten: Wie wurde die selbst geplante Route umgesetzt? Wie kooperierten die Gruppenmitglieder untereinander? Wurde der Umgang mit der Ausrüstung sicher und korrekt gemeistert?

Am Ende der beiden Tage konnten die Gutachtenden ein überaus positives Fazit ziehen: Alle zehn Anforderungen, die an eine Duke Award Abschlussexpedition auf Bronze-Stufe gestellt werden, wurden von sämtlichen Gruppen in vollem Umfang erfüllt. Die Umsetzung der eigenständig geplanten Route, die Auswertung der Teamaufgabe, das Kochen ausgewogener Mahlzeiten, der respektvolle und verantwortungsbewusste Umgang in der Gruppe sowie der fachgerechte Umgang mit der Trekking-Ausrüstung –  alles wurde mit beispielhaftem Engagement gemeistert.

Abschluss und Ausblick

Die abschließenden Präsentationen der Berichte zu den Teamaufgaben stehen noch aus und werden sicherlich weitere spannende Einblicke in die Erlebnisse und Erkenntnisse der Gruppen liefern. Doch schon jetzt ist klar: Die ersten Bronze-Awards im Rahmen des Duke Programms sind so gut wie erfolgreich absolviert. Die Freude, der Stolz und das Gefühl, gemeinsam etwas Großes erreicht zu haben, sind allen Beteiligten deutlich anzumerken.

Ein herzlicher Glückwunsch geht an alle Teilnehmenden, die mit Mut, Entschlossenheit und Teamgeist diese Expedition gemeistert und sich dabei persönlich weiterentwickelt haben. Ihr habt bewiesen, dass mit guter Vorbereitung, gegenseitigem Respekt und einer Portion Abenteuerlust auch herausfordernde Ziele erreicht werden können.

Die Erfahrungen aus diesen ersten Expeditionen werden zweifellos weitere Teilnehmende inspirieren und als leuchtendes Beispiel für die Bronze-Stufe im Duke Award Programm dienen. Zu Beginn des nächsten Schuljahres werden die ersten Auszeichnungen feierlich überreicht – der Lohn für ein Abenteuer, das weit mehr ist als nur eine sportliche Herausforderung: Es ist ein Schritt zu mehr Selbständigkeit, Verantwortung und Zusammenhalt.

Daniel Zischka